Motor

Zahnriemenwechsel: Wann, wie oft und was es kostet

Alles zur Zahnriemen-Diagnose, den Wechselintervallen und typischen Kosten

Was du über Zahnriemenwechsel wissen musst

Der Zahnriemen ist eines der wichtigsten Verschleißteile im Motor. Er überträgt die Drehbewegung der Kurbelwelle auf die Nockenwelle und steuert damit die Ventile. Wenn der Zahnriemen reißt, droht bei vielen Motoren ein schwerer Motorschaden. Hier findest du alles, was du über Zahnriemen, Wechselintervalle, Kosten und typische Symptome wissen musst.

Auf einen Blick

Ungewöhnliche tickende oder klappernde Geräusche aus dem Bereich der Motorabdeckung
Schwierigkeiten beim Starten oder unrunder Motorlauf
Sichtbare Risse, ausgefranste Kanten oder fehlende Zähne bei Sichtprüfung
Ölspuren im Bereich des Zahnriemens können auf undichte Wellendichtringe hinweisen

Was ist der Zahnriemen und welche Aufgabe hat er?

Der Zahnriemen ist ein gezahntes Gummiband, das die Kurbelwelle mit der Nockenwelle synchronisiert. Er sorgt dafür, dass die Ventile exakt zum richtigen Zeitpunkt öffnen und schließen. Ohne diese präzise Steuerung kann der Motor nicht korrekt arbeiten. Bei den meisten Fahrzeugen sitzt der Zahnriemen hinter einer Abdeckung an der Stirnseite des Motors und ist von außen nicht sichtbar.

Symptome eines verschlissenen Zahnriemens

Einen verschlissenen Zahnriemen zu erkennen ist schwierig, weil er meist ohne Vorwarnung reißt. Es gibt aber einige Hinweise, die auf Probleme hindeuten können:

  • Ungewöhnliche tickende oder klappernde Geräusche aus dem Bereich der Motorabdeckung
  • Schwierigkeiten beim Starten oder unrunder Motorlauf
  • Sichtbare Risse, ausgefranste Kanten oder fehlende Zähne bei Sichtprüfung
  • Ölspuren im Bereich des Zahnriemens können auf undichte Wellendichtringe hinweisen
  • Überschrittenes Wechselintervall laut Herstellervorgabe

Was kostet ein Zahnriemenwechsel?

Die Kosten für einen Zahnriemenwechsel variieren je nach Fahrzeugmodell und Werkstatt erheblich. Der reine Zahnriemen als Ersatzteil kostet meist zwischen 20 und 80 Euro. Der Großteil der Rechnung entsteht durch den Arbeitsaufwand, denn der Zugang zum Zahnriemen erfordert bei vielen Motoren mehrere Stunden Arbeit. Viele Werkstätten empfehlen, beim Zahnriemenwechsel auch Wasserpumpe, Spannrolle und Umlenkrollen gleich mitzutauschen. Das erhöht die Teilekosten, spart aber einen zweiten teuren Eingriff wenige Jahre später.

Zahnriemen oder Steuerkette: Was hat mein Auto?

Ob dein Fahrzeug einen Zahnriemen oder eine Steuerkette hat, hängt vom Motor ab. Steuerketten bestehen aus Metall und sind in der Regel auf die gesamte Motorlebensdauer ausgelegt, können aber bei hoher Laufleistung ebenfalls verschleißen (gelängte Kette). Zahnriemen sind leiser und günstiger im Austausch, müssen dafür aber regelmäßig gewechselt werden. Die Information findest du im Serviceheft, beim Hersteller oder durch eine kurze Recherche mit Fahrzeugmodell und Motorcode.

Wann solltest du in die Werkstatt?

Halte dich grundsätzlich an die Wechselintervalle des Herstellers. Wenn du ein Gebrauchtfahrzeug kaufst und den letzten Wechselzeitpunkt nicht kennst, lass den Zahnriemen in der Werkstatt prüfen. Auffällige Geräusche aus dem vorderen Motorbereich solltest du zeitnah abklären lassen. Ein gerissener Zahnriemen bei einem Interferenz-Motor verursacht in der Regel einen Totalschaden des Motors, dessen Reparatur ein Vielfaches eines präventiven Wechsels kostet.

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Häufig gestellte Fragen

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