So vermeidest du die häufigsten Autopannen im Winter und was du bei Kälte beachten musst
Auto springt im Winter nicht an? Erfahre die häufigsten Winterprobleme, Ursachen und wie du dein Fahrzeug vor Kälteschäden schützt.
Die Autobatterie ist im Winter besonders belastet. Kälte reduziert die verfügbare Kapazität erheblich: Bei minus 10 Grad liefert eine Batterie nur noch rund 65 Prozent ihrer Nennkapazität. Gleichzeitig braucht der Anlasser bei kaltem Motor deutlich mehr Strom. Wenn dann noch Verbraucher wie Sitzheizung, Gebläse und Heckscheibenheizung dazukommen, wird die Batterie schnell an ihre Grenzen gebracht. Batterien, die älter als fünf Jahre sind, sollten vor dem Winter getestet und bei Bedarf getauscht werden.
Dieselkraftstoff enthält Paraffine, die bei tiefen Temperaturen ausflocken und den Kraftstofffilter verstopfen können. Winterdiesel (an Tankstellen ab November erhältlich) ist bis minus 20 Grad frostgeschützt, bei extremer Kälte kann aber auch Winterdiesel Probleme machen. Defekte Glühkerzen erschwerden den Kaltstart zusätzlich, da sie die Brennkammer nicht ausreichend vorheizen. Wenn dein Diesel bei Kälte schlecht anspringt, sollten Glühkerzen und Kraftstofffilter als Erstes geprüft werden.
Der Frostschutz im Kühlwasser schützt nicht nur vor Einfrieren, sondern auch vor Korrosion. Prüfe den Frostschutz mit einem einfachen Prüfgerät aus dem Zubehörhandel. Er sollte bis mindestens minus 25 Grad reichen. Auch das Scheibenwischwasser braucht Frostschutzkonzentrat. Eingefrorene Scheibenwaschanlage kann Pumpe und Leitungen beschädigen. Scheibenwischergummis sollten vor dem Winter auf Risse geprüft und bei Bedarf getauscht werden.
In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen musst du mit geeigneten Reifen unterwegs sein. Winterreifen sollten mindestens 4 mm Profiltiefe haben, auch wenn der gesetzliche Mindestwert bei 1,6 mm liegt. Der Reifendruck sinkt bei Kälte, weil sich die Luft im Reifen zusammenzieht. Prüfe den Reifendruck regelmäßig und passe ihn an die Herstellervorgaben an. Zu niedriger Reifendruck erhöht den Verschleiß und verlängert den Bremsweg.
Eine gute Wintervorbereitung spart Ärger und Geld:
Diesel-Fahrzeuge haben im Winter mehrere Schwachstellen: Der Kraftstoff kann bei starker Kälte ausflocken und den Filter verstopfen. Defekte Glühkerzen erschweren den Kaltstart zusätzlich. Auch eine schwache Batterie reicht bei Minusgraden oft nicht aus, um den Anlasser zu drehen.
Vermeide häufige Kurzstrecken, da die Batterie dabei nicht vollständig geladen wird. Bei Fahrzeugen die selten bewegt werden hilft ein Erhaltungsladegerät. Prüfe vor dem Winter den Ladezustand und lass die Batterie bei Zweifeln in der Werkstatt testen. Batterien älter als 5 Jahre sollten präventiv getauscht werden.
Enteiser-Spray (nicht im Auto aufbewahren) hilft am schnellsten. Im Notfall kann ein mit einem Feuerzeug erwärmter Schlüssel vorsichtig ins Schloss gesteckt werden. Vorbeugend hilft es, die Dichtungen mit Silikonspray zu behandeln und Schlösser regelmäßig mit Graphitspray zu pflegen.
Ja, unbedingt. Der Frostschutz im Kühlwasser muss bis mindestens minus 25 Grad reichen. Zu wenig Frostschutz kann dazu führen, dass das Kühlwasser gefriert und den Motorblock oder den Kühler beschädigt. Ein Frostschutzprüfer aus dem Zubehör kostet nur wenige Euro.
Ja, extreme Kälte kann verschiedene Schäden verursachen: geplatzte Kühlschläuche bei zu wenig Frostschutz, Risse in Gummidichtungen, beschädigte Batterie bei Tiefentladung und verstopfte Dieselfilter. Eine gute Wintervorbereitung (Batterie-Check, Frostschutz prüfen, Gummipflege) minimiert die Risiken.