Autor: HorstHilft.de-Redaktion
Kunststoffclips am Auto entfernen: Werkzeuge, Schritte und Sicherheit. So löst du Clips ohne Schäden und sparst Geld. Jetzt Anleitung lesen und loslegen!
„Wie kriege ich diese kleinen Kunststoffclips ab, ohne sie zu zerstören?“ – Wenn du dir diese Frage schon mal am Unterfahrschutz, an der Radhausschale oder an Innenraumverkleidungen gestellt hast, bist du hier richtig. Die guten Nachrichten: Mit dem richtigen Vorgehen brauchst du weder rohe Gewalt noch teures Spezialwerkzeug.
Clips funktionieren wie die Klammern am Collegeblock: Sie halten zuverlässig, lassen aber mit dem richtigen Kniff wieder los. Und genau diesen Kniff zeige ich dir – verständlich, sauber und sicher.
Nicht jeder Clip geht gleich auf. Kenne die Bauarten, und die Sache wird kinderleicht:
- Stift-Clip (zweiteilig): In der Mitte steckt ein kleiner Pin. Wird er reingedrückt, spreizt sich der Clip. Zum Lösen den Pin erst ein Stück herausziehen, dann den Clip. - Pilz-/Tannenbaum-Clip: Sieht aus wie ein kleiner Weihnachtsbaum. Sitzt stramm im Loch und hält durch Widerhaken. Mit Gefühl unter den Kopf hebeln und gleichmäßig herausziehen. - Dreh-Clip (Vierteldrehung): Hat einen Schlitz oder Kreuz in der Mitte. Eine Vierteldrehung löst die Spannung – dann lässt er sich herausheben. - Schraub-Clip: Sieht aus wie eine Schraube in Plastik. Erst „rausschrauben“, dann den Rest herausziehen. - Verdeckter Clip an Innenverkleidungen: Steckt hinter der Abdeckung. Hier zählt gleichmäßiges Hebeln entlang der Kante.
Kleiner Spickzettel für die Hosentasche:
`` Typ | Erkennungsmerkmal | So löst du ihn -------------|-----------------------------|----------------------------- Stift-Clip | sichtbarer Mittel-Pin | Pin 2–3 mm ziehen, Clip raus Pilz-Clip | geriffelter Stift | flach ansetzen, gleichmäßig ziehen Dreh-Clip | Schlitz/Kreuz im Kopf | 90° drehen, anheben Schraub-Clip | Plastikschraube im Zentrum | vorsichtig rausdrehen Verdeckt | keine Schraube sichtbar | Kante mit Keil abklipsen ``
Tipp: Wenn du unsicher bist, mache ein Handyfoto vor dem Lösen. Beim Zusammenbau weißt du sofort, wohin welcher Clip gehört.
Du brauchst keine große Werkstatt, nur ein paar clevere Helferlein:
- Werkzeuge - Kunststoffhebel/Keil oder alter Eiskratzer mit glatter Kante - Flacher und Kreuz-Schraubendreher (klein), optional ein Torx-Schraubendreher - Kleine Spitzzange oder Clipzange - Taschenlampe/Arbeitsleuchte - Weiches Tuch oder Malerkrepp zum Lackschutz - Kleine Box/Beutel zum Sortieren der Clips - Optional: etwas Seifenlauge als Gleitmittel oder ein Tropfen Silikonspray
- Sicherheitsausrüstung - Arbeitshandschuhe (Kanten sind scharf) - Schutzbrille, falls Clips „wegschnippen“ - Unterlage/Knieschoner, wenn du am Unterboden arbeitest
- Vorbereitung - Bereich kurz reinigen: Sand und Dreck kratzen sonst wie Schmirgelpapier. - Lack an Kanten mit Kreppband schützen. - Clips beim Ausbau beschriften („links vorn“, „Verkleidung unten“) – spart Rätselraten. - Wenn du das Auto anhebst: nur auf fester, ebener Fläche, mit Unterstellböcken und Radkeilen arbeiten.
1) Clip-Typ bestimmen Schau dir Kopf und Umgebung an. Siehst du einen Schlitz, Kreuz oder Pin? Danach richtet sich deine Methode.
2) Druck rausnehmen Verkleidung nicht verbiegen. Halte das Teil mit der freien Hand leicht gegen, damit der Clip nicht verkantet. Stell dir einen Flaschenverschluss vor: Erst Druck wegnehmen, dann drehen.
3) Richtig ansetzen - Stift-Clip: Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher oder einer Nadel den Mittel-Pin 2–3 mm heraushebeln. Erst dann den Clipkopf mit dem Kunststoffkeil anheben. - Dreh-Clip: 90° drehen, bis der Kopf „frei“ ist. Nicht überdrehen – sonst leiert er aus. - Pilz-Clip: Möglichst flach von zwei Seiten leicht unter den Kopf gehen und gleichmäßig ziehen. Nicht an einer Ecke reißen.
4) Festsitzende Clips überreden, nicht zwingen - Ein Tropfen Seifenlauge am Schaft wirkt Wunder. - Kalter Kunststoff ist spröde. Ein normaler Föhn auf lauwarm (keine Heißluftkanone) macht das Material etwas nachgiebiger. Abstand halten, keine Kabel/Leitungen anblasen.
5) Gegenhalten Drücke die Verkleidung in Clipnähe leicht an, während du hebelst. So entlastest du den Clip und vermeidest Brüche.
6) Sortieren und prüfen Clips in eine Box, gleiche Typen zusammen. Prüfe jeden Clip: Risse? Ausgeleierte Nasen? Defekte Clips beim Einbau ersetzen – die kosten meist nur ein paar Cent bis wenige Euro.
7) Zusammenbau - Stift-Clip: Pin vor dem Einsetzen herausgezogen lassen. Clip einsetzen, dann Pin bündig hineindrücken. - Dreh-/Schraub-Clip: Erst in Ruhe ansetzen, dann drehen/schrauben, bis spürbarer Widerstand da ist. Nicht knallen, „handwarm“ reicht.
Zeit- und Geldfaktor: Für eine Radhausschale mit 8–12 Clips brauchst du mit Übung 15–30 Minuten. In der Werkstatt zahlst du dafür schnell Arbeitszeit, die du dir mit sauberem DIY sparst.
Sicherheit geht vor – Clips halten oft Teile, hinter denen kritische Systeme sitzen:
- Bremsen/Radhausschalen: Dahinter verlaufen Brems- und ABS-Leitungen. Nichts daran ziehen, hebeln oder verdrehen. Entdeckst du Feuchtigkeit, Rost oder Beschädigungen: Werkstatt aufsuchen. - Kühlsystem/Frontbereich: Am Unterboden und Kühlerumfeld nur bei kaltem Motor arbeiten. Heißes Kühlmittel steht unter Druck – Verbrühungsgefahr. - Elektrik/Airbag: Innenverkleidungen an A-/B-Säulen können Airbag-Abdeckungen und Kabel verdecken. Keine Airbag-Teile lösen oder Stecker ziehen. Ohne genaue Fahrzeuginfos: Finger weg – Fachwerkstatt. - Kraftstoff- und Lenkungsleitungen: Unter dem Fahrzeug niemals mit Hitze oder Funken arbeiten. Leitungen nicht als Hebelpunkte missbrauchen. - Fahrzeug anheben: Immer mit Unterstellböcken sichern, Wagenheber allein reicht nicht.
Bei Unsicherheit empfehlen wir den Besuch einer Fachwerkstatt.
- Zu spitzes Werkzeug: Metallklingen hinterlassen Spuren. Besser: Kunststoffkeil oder mit Krepp umwickelter Schraubendreher. - Einseitiges Reißen: Dadurch brechen Köpfe ab. Besser: von zwei Seiten leicht anheben, Druck verteilen. - Falsche Reihenfolge: Erst den Mittel-Pin, dann den Clip – nicht umgekehrt. - Kein Platz: Wenn ein Clip sich wehrt, sitzt oft noch ein zweiter. Leuchte die Umgebung aus und suche nach versteckten Haltern. - Alte, spröde Clips wiederverwenden: Spart kurzfristig Cent, kostet später Nerven. Defekte Clips ersetzen – hält besser, klappert nicht.
Fazit: Mit Ruhe, den richtigen Handgriffen und ein bisschen Vorbereitung entfernst du Kunststoffclips sauber und ohne Bruch. So kommst du an Verkleidungen heran, sparst Werkstattzeit und schützt gleichzeitig dein Auto vor unnötigen Schäden. Und wenn du auf sicherheitsrelevante Bereiche stößt: kurze Pause, Lage checken – oder direkt die Fachleute ranlassen.
Um Kunststoffclips schonend zu entfernen, ist es wichtig, den richtigen Clip-Typ zu erkennen. Verwenden Sie geeignete Werkzeuge wie Kunststoffhebel oder kleine Schraubendreher. Arbeiten Sie vorsichtig und gleichmäßig, um den Clip nicht zu verkanten oder zu brechen. Ein wenig Seifenlauge oder Silikonspray kann als Gleitmittel dienen.
Zum Entfernen von Kunststoffclips benötigen Sie in der Regel einen Kunststoffhebel, einen flachen und einen Kreuz-Schraubendreher sowie eventuell eine kleine Spitzzange. Eine Taschenlampe kann hilfreich sein, um den Arbeitsbereich besser zu beleuchten. Zum Schutz des Lacks sollten Sie ein weiches Tuch oder Malerkrepp verwenden.
Vor dem Entfernen von Kunststoffclips sollten Sie den Arbeitsbereich reinigen, um Kratzer zu vermeiden. Schützen Sie den Lack mit Kreppband und beschriften Sie die Clips, um sie später korrekt zuzuordnen. Wenn das Auto angehoben werden muss, verwenden Sie Unterstellböcke und Radkeile auf einer festen, ebenen Fläche.