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HU und AU Vorbereitung: Das wird geprüft

5 Min. Lesezeit
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Aktualisiert: 23.05.2026

Was prüfen Prüfer bei HU und AU? Checkliste, Tipps und häufige Fehlerquellen. So bereitest du dein Auto vor und sparst Nachprüfung. Jetzt checken!

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Du kennst das Gefühl: Bald steht HU und AU an, und plötzlich hörst du jedes Knacken intensiver. Die Wischer schmieren, das Licht flackert beim Starten, der Motor hat kurz geruckelt, und irgendwo tropfte neulich etwas. Keine Panik. HU/AU ist kein Hexenwerk – eher wie ein Zahnarzttermin fürs Auto: Wenn du vorher putzt und nachschaust, läuft’s entspannter.

In diesem Guide erfährst du, was wirklich geprüft wird, wie du typische Symptome einordnest und mit welchen Handgriffen du dein Auto fit machst.

Was dir dein Auto vor HU/AU verrät

Bevor wir über Prüfpunkte reden, horch mal in den Alltag deines Autos rein:

  • Schmierige Scheibe: Wischerblätter hart oder Kante beschädigt; Waschdüsen verstopft. Bei Regen sieht der Prüfer sofort, ob du klare Sicht hast.
  • Flackerndes Licht beim Starten: Batterie schwach oder Massekontakt korrodiert. Schlechte Spannung kann Lampen dunkel erscheinen lassen.
  • Lenkrad zieht leicht zur Seite: Luftdruck ungleich, Reifen verschlissen oder Achsgeometrie verstellt. Unruhiger Geradeauslauf fällt bei der kurzen Prüf-Fahrt auf.
  • Quietschen bei Schrittgeschwindigkeit: Oft Bremsen – verschlissene Beläge, Rostlippe auf der Scheibe oder Steinchen zwischen Schild und Scheibe.
  • War ein Tropfen unterm Auto?: Kühlmittel, Öl oder Bremsflüssigkeit? Feuchte Stellen am Unterboden sind ein rotes Tuch.
  • Gelbe Motorkontrollleuchte (MIL) sporadisch: Für die AU kritisch. OBD-Fehler oder unvollständige Monitore können zur Nachprüfung führen.

Diese Hinweise sind dein Radar. Je früher du reagierst, desto entspannter der Prüftermin.

HU: Sicherheit und Zustand – die Prüfpunkte im Klartext

Die Hauptuntersuchung (HU) kümmert sich um Sicherheit, Sicht, Umwelt und den ordentlichen Zustand. So kannst du vorab prüfen:

  • Beleuchtung & Elektrik: Alle Leuchten durchgehen: Abblend-/Fernlicht, Blinker, Bremslicht (auch das dritte), Rückfahrlicht, Kennzeichenbeleuchtung, Nebelschlussleuchte, Warnblinker. Tipp: Stell das Auto vor eine Wand, prüfe den symmetrischen Lichtkegel. Massepunkte (braune/blanke Leitungsverbindungen) auf Korrosion checken.
  • Sichtfeld: Frontscheibe auf Risse/Steinschläge im direkten Sichtbereich (vor dem Fahrer) prüfen; kleine Steinschläge außerhalb des Blickfelds sind meist unkritisch. Wischerblätter tauschen, wenn sie schmieren. Waschdüsen: Strahl treffen lassen, Behälter auffüllen.
  • Bremsen: Fühlt sich das Pedal schwammig an, könnte Luft im System sein – dann vor dem Termin fachgerecht entlüften lassen. Handbremse an leichtem Gefälle testen: zieht sie gleichmäßig und hält? Sichtprüfung der Scheiben: gleichmäßige Reibfläche, keine tiefen Riefen.
  • Reifen & Räder: Mindestprofil 1,6 mm, empfehlenswert >3 mm. Nutze die 2‑Euro-Münze als schnellen Check. Achte auf Risse, Beulen, ungleichmäßigen Abrieb (Sägezähne) und Felgenschäden. DOT-Alter ist kein alleiniges KO, aber Gummi mit Rissen schon.
  • Lenkung & Fahrwerk: Auf freier Fläche Lenkrad leicht hin- und herbewegen: übermäßiges Lenkspiel deutet auf ausgeschlagene Gelenke. Federbeinlager knacken? Mach den Wipp-Test: Drück die Karosserie über dem Rad herunter; schwingt sie mehr als einmal nach, könnten die Stoßdämpfer müde sein.
  • Karosserie & Unterboden: Schweller, Achsaufnahmen und Domlager auf Rost prüfen. Tragende Teile mit Durchrostung sind ein Mangel. Tropfende Flüssigkeiten sind tabu. Lose Verkleidungen befestigen.
  • Abgasanlage: Sitzt fest, ist dicht, klappert nicht. Hitzeschilder nicht lose. Ungewöhnlich lautes Geräusch fällt auf.
  • Innenraum & Gurte: Sicherheitsgurte müssen sauber einrollen, rasten und dürfen keine Schnitte haben. Schnapper der Gurtschlösser testen. Sitzbefestigungen fest. Airbag-Kontrolllampe muss erlöschen.
  • Kennzeichen & Unterlagen: Nummernschilder fest, gut lesbar, keine scharfen Kanten. Zulassungsbescheinigung Teil I bereithalten; Eintragungen/Abnahmen (z. B. für Umbauten) mitnehmen.

Kleiner, aber wirksamer Bonus: Innenraum aufräumen. Der Prüfer muss an Schalter, Gurte und OBD-Buchse – je leichter der Zugang, desto flüssiger der Ablauf.

AU: OBD, Abgaswerte und was dahinter steckt

Die Abgasuntersuchung (AU) prüft, ob dein Motor sauber arbeitet. Bei modernen Fahrzeugen geschieht das primär über die OBD-Schnittstelle – die On‑Board‑Diagnose.

  • MIL (Motorkontrollleuchte): Sie darf nicht dauerhaft leuchten. Leuchtet sie, liegt meist ein emissionsrelevanter Fehler vor.
  • Readiness-Monitore: Das sind Selbsttests des Steuergeräts (z. B. Lambdasystem, Katalysator, Verdunstungssystem). Nach Batterietrennung oder Fehlerlöschen stehen Monitore auf „nicht bereit“. Dann scheitert die AU trotz eigentlich gesunden Motors. Lösung: Vor der HU/AU eine längere, gemischte Fahrt (Stadt/Land/Autobahn, 20–40 Minuten) durchführen, damit die Monitore durchlaufen.
  • Diesel-spezifisch: Funktion des Partikelfilters (DPF), Rauchbewertung und OBD-Status. Häufige Stolpersteine: unterbrochene Regeneration durch Kurzstrecken oder minderwertiger Kraftstoff im Tank mit fast leerem Füllstand.
  • Benziner-spezifisch: Dichter Ansaugtrakt, keine Falschluft, Lambdasonden agil. Ein verstopfter Luftfilter kann die Werte verschlechtern.

Sinnvolle Vorbereitung:

  • Motor komplett warmfahren (Öltemperatur im Soll, Lüfter einmal anlaufen lassen).
  • Keine Fehlerspeicher kurz vorher löschen – damit setzt du die Monitore zurück.
  • OBD-Buchse freiräumen (oft im Bereich unterhalb des Lenkrads). Adapter, Abdeckungen, Fußmatten nicht im Weg.
  • Augenscheinlich defekte Schläuche/Stecker im Motorraum fixen lassen – abgerutschte Unterdruckleitung = falsche Gemischaufbereitung.

Zur Einordnung: Bei älteren Fahrzeugen ohne vollumfängliche OBD werden die Abgase direkt am Endrohr gemessen. Ein sauberer, warmer Motor und dichte Abgasanlage sind hier die halbe Miete.

Dein 20-Minuten-Plan vor dem Termin

Wenn der Termin naht, geh diese Liste durch – schnell, aber gründlich:

  • Warmfahren: 20–30 Minuten mit wechselnden Lasten.
  • Alle Leuchten testen, einmal rund ums Auto gehen.
  • Hupe, Warnblinker, Lüfter, Heckscheibenheizung kurz antesten.
  • Scheibenwaschanlage füllen, Düsen checken, Wischerblätter reinigen.
  • Reifendruck auf Soll bringen (inkl. Reserverad, falls vorhanden).
  • Fußmatten fixieren, damit sie nicht unter Pedale rutschen.
  • Gurte durchziehen, auf Einrastung prüfen.
  • Ladung sichern, Kofferraum aufräumen, Warndreieck und Verbandkasten vorhanden und zugänglich.
  • OBD-Zugang freimachen, Dokumente bereitlegen.

Praktische Minutentests: Lenkrad in Mittelstellung – steht es geradeaus? Handbremse an leichtem Hang – hält sie? Tropfstellen unter dem Auto? Geräusche beim langsamen Einlenken?

HU/AU-Kurzcheck (zum Abhaken)
[ ] Licht komplett OK (inkl. Kennzeichen)
[ ] Sicht: Wischer gut, Düsen sprühen, Scheibe ohne Risse im Sichtfeld
[ ] Reifen: Profil > 3 mm, keine Risse/Beulen, Druck passt
[ ] Bremsen: Pedal straff, Handbremse hält
[ ] Lenkung/Fahrwerk: kein übermäßiges Spiel, ruhiges Geradeaus
[ ] Unterboden: keine frischen Tropfen, Hitzeschilder fest
[ ] Gurte rasten, Airbag-Lampe aus
[ ] Motor warm, MIL aus, OBD frei zugänglich
[ ] Papiere: Zulassung, Nachweise/Eintragungen

Häufige Stolpersteine – und wie du sie vermeidest

  • Kurzstrecken vor der AU: Vermeide sie. Der Motor braucht Temperatur, die Monitore Fahrtzyklen.
  • Gerade Fehler gelöscht: Besser erst fahren, bis Readiness gesetzt ist. Sonst „nicht bereit“ statt „bestanden“.
  • Unscheinbarer Rost: Ein kleiner Rostpickel am Schweller kann eine größere Schwäche verbergen. Einmal mit der Taschenlampe entlang der Kanten schauen.
  • Lose Anbauteile: Nummernschild, Unterfahrschutz, Auspuffhalter – schnell nachziehen, bevor es beim Prüfen scheppert.
  • Verstellte Scheinwerfer: Nach Lampenwechsel die Höhe an der Wand grob kontrollieren; zu hoch geblendet ist ein Mangel.

Fazit: Geh die Punkte in Ruhe durch, fahr den Motor warm und beseitige Kleinigkeiten vorab. So gibst du deinem Auto die besten Chancen, die HU und AU gelassen zu bestehen.

Fazit

HU und AU sind keine Lotterie, sondern planbar. Wenn du Symptome aus dem Alltag ernst nimmst, die Sicherheitsbasics checkst und den Motor betriebswarm samt gesetzten OBD‑Monitoren vorfährst, minimierst du das Risiko einer Nachprüfung. Nimm dir eine halbe Stunde, arbeite die Checkliste ab – und dein Auto wirkt so vorbereitet, wie es ist: verlässlich.

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Fehler eingrenzen

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Häufig gestellte Fragen

Was wird bei der Hauptuntersuchung (HU) geprüft?

Bei der HU wird die Sicherheit und der Zustand des Fahrzeugs überprüft. Dazu gehören Beleuchtung, Bremsen, Reifen, Lenkung, Karosserie und Abgasanlage. Auch der Innenraum und die Sicherheitsgurte werden kontrolliert. Es wird darauf geachtet, dass alle Systeme ordnungsgemäß funktionieren und keine sicherheitsrelevanten Mängel vorliegen.

Wie kann ich mein Auto auf die Abgasuntersuchung (AU) vorbereiten?

Für die AU ist es wichtig, dass der Motor einwandfrei läuft und keine Fehlermeldungen im OBD-System vorliegen. Überprüfen Sie die Motorkontrollleuchte und lassen Sie eventuelle Fehlercodes auslesen und beheben. Eine saubere Abgasanlage ohne Lecks oder lose Teile ist ebenfalls entscheidend für eine erfolgreiche AU.

Warum ist die regelmäßige Kontrolle der Bremsen vor der HU wichtig?

Die Bremsen sind ein sicherheitsrelevantes Bauteil und müssen einwandfrei funktionieren. Ein schwammiges Pedalgefühl oder ungleichmäßige Bremswirkung kann auf Probleme hinweisen. Vor der HU sollten Bremsbeläge, Scheiben und die Bremsflüssigkeit überprüft und gegebenenfalls gewartet werden, um Mängel zu vermeiden.

Wann sollte ich die Wischerblätter meines Autos austauschen?

Wischerblätter sollten ausgetauscht werden, wenn sie schmieren oder nicht mehr effektiv reinigen. Dies kann durch harte Kanten oder Beschädigungen verursacht werden. Eine klare Sicht ist entscheidend für die Sicherheit und wird bei der HU überprüft. Neue Wischerblätter sorgen für eine bessere Sicht bei Regen und tragen zur Verkehrssicherheit bei.

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